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FREITAG Rucksack und Opernbesuch: Was verbindet bewussten Konsum und Kunst?

Wir wechseln Städte, Länder, Sprachen. Unsere Wege führen über Flughäfen, Bahnhöfe, Straßen an unbekannte Orte. Wir suchen unser Zuhause dort, wo wir noch nie waren. Freitag ist nicht nur ein Rucksack, sondern ein Begleiter oder eine Begleiterin auf dieser Reise. Er oder sie ist gemacht, um zu überleben, um zu reisen, um ein Teil des Lebens zu werden.
Manchmal, wenn ich mich an meine Lieblingsstädte erinnere, stelle ich mir vor, wie ich in St. Petersburg ins Mariinsky-Theater gehe, während es nass schneit. Der oder die Freitag wäre sehr hilfreich gewesen.

Partnermaterial: «Musik in Emigration» x FREITAG — eine Reise mit Idee.

Illustration: Lilya Matveeva @risburlit

In den letzten Jahren sind viele Menschen in die Emigration gegangen, weil sie mit der Politik ihres Landes nicht einverstanden waren oder weil Krieg herrschte. So wird die heutige Emigration aus Russland mit der Emigration vor 100 Jahren verglichen, als zwischen 1918 und 1924 zwischen 1 und 1,5 Millionen Menschen das Russische Kaiserreich verließen.

Parallel zu diesen Veränderungen wird bewusster Konsum ein immer wichtigerer Bestandteil des Lebens der Menschen, insbesondere derjenigen, die ihre Gewohnheiten und Werte überdenken. Lokale Öko-Marken, die Kleidung, Taschen, Rucksäcke und Schmuck aus nachhaltigen Materialien und unter ethischen Gesichtspunkten herstellen, werden immer beliebter.

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"Waschen" © Joël Tettamanti. https://freitag.ch/

In Europa angekommen, suchen Expatriates und Expatriatinnen weiterhin nach solchen Marken und Freitag wird für sie zur Kultmarke. Die Schweizer Marke ist im deutschsprachigen Raum aufgrund ihrer Philosophie des bewussten Konsums und der Nachhaltigkeit sehr beliebt. Freitag ist nicht nur eine umweltfreundliche Marke, sondern auch ein Symbol für Mobilität, Umdenken und das zweite Leben von Dingen.
Diese Philosophie passt gut in das Leben eines Expatriates oder einer Expatriatin, in dem es wenig Beständiges gibt: Städte, Status, Umgebung und Dokumente wechseln. Deshalb wird der Kauf von langlebigen und zuverlässigen Dingen — und sei es nur ein Rucksack — zum Symbol für Nachhaltigkeit. Der oder die Freitag, robust und langlebig, passt in diese neue Ordnung der Dinge: Er oder sie reist mit seinem oder ihrem Träger oder Trägerin, überdauert die Zeit und wird nicht nur ein Accessoire, sondern Teil eines Lebens, in dem er oder sie ein neues Zuhause findet.

Die Geschichte von Freitag

Die Marke Freitag wurde 1993 in Zürich von den Brüdern Markus und Daniel Freitag gegründet. Sie ließen sich vom urbanen Rhythmus und der Idee der Wiederverwertung von Materialien inspirieren. Der erste Freitag-Rucksack wurde in ihrer Wohnung von Hand genäht, die Lastwagenplanen auf dem nächstgelegenen Abstellplatz besorgt. Bis heute ist Freitag seinen Prinzipien treu geblieben: Jedes Accessoire wird aus recycelten Materialien wie alten LKW-Planen, Sicherheitsgurten oder Fahrradkameras hergestellt. Das macht jedes Produkt einzigartig und unterstreicht die Philosophie des Unternehmens, Dingen ein zweites Leben zu geben und die Natur zu schützen.
 

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The first one-offs from FREITAG were created In the fall of 1993 and later sold directly on the «Hardbrücke», a main transit route in Zurich at the time. © FREITAG

Kulturelle Werte

Die Verwendung recycelter Materialien und das einzigartige Design von Freitag spiegeln das Engagement für bewussten Konsum und den Respekt vor den Ressourcen unseres Planeten wider. Dies entspricht den aktuellen kulturellen Trends zu Umweltschutz, verantwortungsbewusstem Konsum und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit. Auf dem Weg zu einer langfristigen Beziehung mit den Menschen.

Als Chefredakteur eines Magazins, das sich mit klassischer Musik und Emigration beschäftigt, sehe ich hier natürlich einen der Schnittpunkte zwischen klassischer Musik und den Freitag-Rucksäcken: Klassik ist langlebig und immer aktuell, so wie die Marke Freitag bereits ein Klassiker ist. Was zählt, ist die Langlebigkeit: Ein Freitag-Rucksack begleitet einen oder eine viele Jahre.
Darüber hinaus ist der Ansatz von Freitag sehr nahe an der zeitgenössischen Kunst, da sie Skulpturen und Objekte aus recycelten Materialien wie Planen herstellen. Kürzlich habe ich eine Performance von Maren Strack in Berlin gesehen, bei der die meisten Objekte und Kostüme aus gebrauchten Planen hergestellt wurden.

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© Roland Tännler. https://freitag.ch/

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Freitag stellt nicht nur nachhaltige Produkte her, sondern inspiriert auch andere. Die Marke beweist, dass sich Stil und Mode mit Verantwortung für die Natur verbinden lassen — was in Zeiten globaler Umweltprobleme besonders wichtig ist.

Mein Besuch im Freitag Flagship Shop

Der Freitag Flagship Shop in Zürich ist nicht nur ein Geschäft, sondern eine architektonische Installation aus gebrauchten Schiffscontainern. Jedes Detail spiegelt den Recyclinggedanken wider.
Im obersten Stockwerk gelangt man auf eine kleine Aussichtsplattform. Von dort sieht man das industrielle, untouristische Zürich — eine Metapher für die Marke selbst: Sie strebt nicht nach protzigem Luxus, sondern bietet einen neuen, bewussten Blick auf Altbekanntes. Freitag beweist, dass Mode stilvoll, bequem und nachhaltig sein kann.
Wer den Geist der Marke spüren möchte, ist hier genau richtig.

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© Roland Tännler. https://freitag.ch/

Wo kann man Freitag kaufen?

Freitag Produkte werden in mehr als 20 Ländern verkauft: Deutschland, Frankreich, Schweiz, USA, Japan und mehr. Eine vollständige Liste der Geschäfte und die Möglichkeit, online zu bestellen, finden Sie auf der offiziellen Website von Freitag.

Was hat der oder die Freitag mit Musik und Emigration zu tun?

Diese Frage ist vielleicht nicht offensichtlich, aber die Antwort ist einfach. Russischsprachige Kulturschaffende und Kulturschaffendeinnen, die sich in Europa integrieren, teilen die Werte von Freitag: Gewissenhaftigkeit, Respekt vor der Tradition, Streben nach einer nachhaltigen Zukunft.

Und natürlich sind die Rucksäcke von Freitag das ideale Accessoire für einen oder eine Opernbesucher oder Opernbesucherin. Frack und Abendkleid sind heutzutage in der Oper immer seltener anzutreffen (außer bei den Salzburger Festspielen), der Stil ist freier geworden. Aber irgendwo muss man ja sein Programmheft, eine Flasche Wasser (Opern dauern länger als drei Stunden) und ein Theaterfernglas unterbringen.

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Illustration: Lilya Matveeva @risburlit

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Alexander Polivanov «Music in Emigration»